Ausgabe Nr. 04 · Handwerk

Ein Momo, in sechs Handgriffen.

Frische Momos im Bambusdämpfer

Momos sind das Herz der tibetischen Küche — und das, was uns Gäste am häufigsten in Erinnerung behalten. Wir machen sie jeden Tag von Hand. Hier ist der Weg vom Mehl bis in Ihr Bambuskörbchen.

  1. 01

    Teig ansetzen

    Weizenmehl, Wasser, eine Prise Salz. Zwanzig Minuten Ruhe unter dem feuchten Tuch.

  2. 02

    Füllung würzen

    Fleisch oder Gemüse, gehackter Ingwer, Frühlingszwiebel, Knoblauch, Sesamöl, tibetische Gewürze.

  3. 03

    Ausrollen

    Zwei Zentimeter Teigling, mit der Rolle zum Blatt so dünn wie ein Fingernagel.

  4. 04

    Falten

    Achtzehn kleine Falten, mit Daumen und Zeigefinger, im Kreis. Die Öffnung nach oben.

  5. 05

    Dämpfen

    Sechs bis acht Minuten im Bambuskorb über sprudelndem Wasser. Der Dampf steigt.

  6. 06

    Servieren

    Mit hausgemachtem tibetischem Chilidip. Sofort essen — sonst wird die Haut zäh.

Hände falten einen Momo

Warum Handarbeit?

Weil ein maschinell gefalteter Momo dicker sein muss, damit er hält. Handgefaltet können wir den Teig so dünn ziehen, dass die Füllung durchscheint — und genau das ist der Unterschied, den man beim ersten Biss schmeckt.